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Burgl's Journal 2/2015

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Vegan oder vegetarisch

Vegan oder vegetarisch Vanessa Brandl Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für mich als Ernährungswissenschaftlerin ein wichtiges Thema. Schon in meiner Kindheit, hat meine Mutter darauf geachtet, was ich esse. Sie hat immer selbst gekocht und dafür kann ich mich nur bedanken. Mittlerweile stehen wir zu zweit in der Küche und probieren immer wieder neue Gerichte aus. Beim Kochen kann ich mich entspannen, kreativ sein und es macht mir Spaß. In meiner Freizeit betreibe ich zudem viel Sport. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, sich gesund zu ernähren, um das Maximum herauszuholen und eine gute Lebensqualität zu erzielen. Regionale Produkte sind für mich besonders wichtig, da ich von klein auf gerne am Bauernhof im Garten meiner Oma mitgeholfen habe. Man weiß genau, wie man seine Nahrungsmittel angebaut hat und der Vitamin- und Mineraliengehalt ist wesentlich höher als bei Produkten die bereits lange Transportwege hinter sich haben. Ich selbst bezeichne mich als »Halb-Vegetarierin«. Gemüse, Obst, Käse, Getreide und Hülsenfrüchte stehen täglich auf meinem Speiseplan. Fleisch und Fisch hingegen esse ich 1–2 Mal pro Woche als Beilage. Eine vegane Ernährung ist für mich schwer vorstellbar, da ich Käse zu sehr liebe und darauf acht geben muss, genügend Calcium aufzunehmen, um weiteren Knochenabbau zu verhindern. Mit meiner Ernährungsweise habe ich viele gute Erfahrungen gemacht, es ist nicht schwierig viel Gemüse und dabei abwechslungsreich zu essen. Beim Essen 08 BURGL’S Journal Wir verzichten auf Fleisch … außer Haus, ist die Regionalität der Produkte nicht immer nachvollziehbar, aber da ich nicht all zu oft auswärts esse, macht es mir nichts aus. Julian Irrenfried Die Entscheidung, mich vegetarisch zu ernähren, habe ich schrittweise getroffen. Zuerst fing ich an, immer wieder für 1 bis 2 Monate kein Fleisch zu essen. Vor rund 2 Jahren beschloss ich, mich komplett fleischlos zu ernähren, ohne mir ein Ende dieser Ernährungsphase zu setzen. Die Gründe für meinen Entschluss waren ein gesteigertes Ernährungsbewusstsein und vor allem die nicht artgerechte Tierhaltung, die neben trauriger Realität auch ein rentables Wirtschaftsmodell ist. Die Billigproduktion verleitet zu übermäßigem Verzehr von Fleisch. Die behördlichen Kontrollen sind mangelhaft und zudem fehlt häufig das Bewusstsein für eine nachhaltige Ernährung. Die persönliche Entscheidungsfreiheit zum Thema »Ernährung« ist für mich zentral. Was ich mir aber wünsche ist, dass der Wert der Ernährung anerkannt wird. Und vor allem, dass man sich auch bewusst ist, dass man mit der Ressource »Lebewesen« respektvoll umzugehen hat wenn man sich für den Verzehr von Fleisch und Fisch entscheidet. Sabrina Erath Vegan! Dieses Wort ist heutzutage in aller Munde. Früher noch oft verpönt, sind Veganer nun ein Teil der Gesellschaft, der stetig wächst. Ich denke viele Menschen sind offener geworden und setzen sich gerne mit ihrer Gesundheit und unserer Umwelt auseinander. Vor zwei Jahren habe ich begonnen, mich vegan zu ernähren. Ich wollte mich eigentlich nur bewusster ernähren und die Milchprodukte reduzieren. Diese habe ich dann komplett weggelassen, ebenso das Fleisch. Von da an war es nur noch ein »Katzensprung« zum Veganismus. Ein gutes Kochbuch musste noch gekauft werden und dann ging es los. Im Ländle gibt es zum Glück eine tolle Gruppe, die sich einmal im Monat zum Essen und Austausch trifft. Diese Gruppe war für mich sehr wichtig. In meinem sozialen Umfeld war ich als »Neuveganerin« doch sehr exotisch. Viele wussten gar nicht genau, was vegan eigentlich heißt und dass man sich damit ausgewogen ernähren kann. Eine ausgewogene Ernährung ist von großer Bedeutung. Es reicht nicht aus, nur die tierischen Produkte wegzulassen, sondern es ist wichtig darauf zu achten, was der Körper braucht und in welchen pflanzlichen Lebensmitteln dies enthalten ist. War es zu Beginn meine Gesundheit, die mich zum Veganismus geführt hat, so ist mir heute auch der Umweltgedanke sehr wichtig. Mein Ziel ist es, ein Bewusstsein zu schaffen, dass es nicht um Quantität, sondern um Qualität geht. Würden wir alle weniger tierische Produkte konsumieren, täten wir Gutes für unsere Gesundheit, für die Tierhaltung und für unsere Umwelt. Meiner Meinung nach muss sich nicht jeder Mensch vegan ernähren. Doch bewusst zu schauen, was auf den Teller kommt, ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

R E F O R M K O S T Bekömmliche Hausmannskost – schnell zubereitet Eine kräftige, g’schmackige Suppe mit Petersilie und Zwiebeln. Schmeckt wie hausgemacht. Tipp: Einfach nach Belieben mit Crème fraîche, Sahne, Kerbel, Röstzwiebeln, Käse, Speck, oder Würstchen verfeinern. Hervorragend auch zum Binden von Eintöpfen, Linsengerichten und Gemüsesuppen. • Vegan • Lactosefrei • Glutenfrei Fettanteil unter 0,5%!

 

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