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Burgl's Journal 2/2014

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Ernährung Die

Ernährung Die treiben’s bunt! E-Nummern 100 bis 180 Das Auge isst bekanntlich mit. Je farbenprächtiger ein Produkt ist, desto verlockender wirkt es. Insbesondere auf Kinder. Deshalb werden Lebensmitteln häufig Farbstoffe zugesetzt, um den optischen Erwartungen der Konsumenten zu entsprechen. BURGL’S Ernährungswissenschaftlerin Mag. Eva Wildauer hat sich die »Buntmacher« etwas genauer angesehen. > Es gibt seit Jahren einen wahren Rummel um die E- allergische Reaktionen oder Hyperaktivität bei entsprechend Nummern, weil sich hinter den Zahlen unaussprechliche veranlagten Personen auszulösen. Die Nummern von 100 bis Zungenbrecher verbergen. Jedoch sind nicht alle so schlimm 180 sind Lebensmittelfarbstoffe. Sie können natürlichen oder wie sie sich anhören bzw. haben einige einen ganz natürlichen Ursprung. E-Nummern werden in der EU zur Kennstoffe sind • E 100: Kurkumin – gelbe Farbe, Bestandteil der künstlichen Ursprungs sein. Beispiele für natürliche Farbzeichnung von Lebensmittelzusatzstoffen verwendet. Sie sind Gelbwurz • E 140: Chlorophyll – das »Grün« der Pflanzen fortlaufend nummeriert von 100 bis 1580 und werden nach • E 150: Zuckercoleur – braune Farbe, entsteht durch Erhitzen europäischen Vorschriften geregelt. Bei normaler Verwendung gelten sie als nicht toxisch für den menschlichen Orgaka • E 161b: Lutein – orange Farbe (Hummerschalen) • E 162: von Zucker • E 160c: Capsanthin – das »Rot« der roten Paprinismus. Allerdings stehen manche im Verdacht, pseudo- Betanoin – das »Rot« der Roten Beete. 08 BURGL’S Journal

Ernährung Aus wirtschaftlichen Gründen sind synthetische Nachbildungen von in der Natur vorkommenden Substanzen (naturidentische Farbstoffe) üblich. Die naturidentischen Farbstoffe gleichen in ihrer chemischen Struktur und im Verhalten den natürlichen Farbstoffen. Heutzutage wird ein Großteil der E-Nummern im Labor erzeugt, da das Extrahieren aus den Pflanzen kostspieliger ist und die Nachfrage wissen Kriterien und scheint dadurch besonders hochwertig zu sein. Oftmals ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Ein Beispiel dafür ist das Brot. Wer sich gesund ernähren will, greift gern zu dunklem und somit vermeintlich vollwertigerem Brot. Allerdings: nur weil ein Brot dunkel ist und an der Kruste ein paar Körner kleben, ist es noch lange kein Vollkornbrot. Bäckereien färben ihr Brot mit Malz höher ist als das natürliche oder Zuckercouleur, Vorkommen. Es lassen es dadurch Eine dunkle Farbe des gibt aber auch gänzlich künstliche Ver- gehaltvoller aussehen, obwohl sich Brotes ist kein Garant für Vollkorn.Oftmals ist das bindungen, wie beispielsweise Brot einfach nur gefärbt. darin in vielen Fällingelb), E 104 (Chinolen kein einziges E 124 (Cochenillerot A) oder E 151 (Brilliantschwarz). Diese sind in der Natur nicht anzufinden und haben den schlechtesten Ruf unter den Färbungsmitteln. ganzes Korn befindet. Ebenso wird bei beliebten Milchprodukten nachgeholfen. Dass die meisten Fruchtjogurts ohne färbende Substanzen ziemlich blass aussehen würden, ist vielen bekannt. Aber auch bei Käse Die Optik macht’s greifen Molkereien in den Farbkasten. Generell werden Farbstoffe verwendet, Die natürliche Käsefarbe entsteht um verarbeitungsbedingte Farbverluste ausgleichen bzw. um Lebensmittel schmackhafter und attraktiver aussehen zu lassen. Bei knallbunten Süßigkeiten ist dies offensichtlich. Leider wird durch den ß-Carotin-Gehalt. Fütterungsbedingt kann dessen Konzentration jedoch stark schwanken. Um einen gleichmäßigen gelblichen Farbton zu erhalten, kann der Käsereimilch zuaber oft auch eine bessere Qualität der Produkte vorgegaukelt. Durch hellere, dunklere oder intensivere Farbe entspricht das Produkt vermeintlich ge- Gut zu wissen… Schwarze Oliven sind im Vergleich zu den grünen voll ausgereift und aromatischer. Die dunkle Farbe ist hier also ein Qualitätsmerkmal, welches jedoch künstlich erzeugt werden kann. Nur bei loser Ware ist die Angabe »geschwärzt« vorgeschrieben. Bei fertig verpackten Oliven geben die Nummern E 579 und E 585 Hinweis auf die künstliche Verdunkelung. sätzlich ß-Carotin zugesetzt werden. Im Lebensmittelrecht gibt es zwar einen Paragrafen, der die Verwendung von Farbstoffen zur Vortäuschung einer anderen Beschaffenheit verbietet. Leider passiert es trotzdem und so empfiehlt sich ein prüfender Blick auf die Packungsangaben. Übrigens, alle BURGL’S Produkte enthalten keine E- Nummern, sprich keine Farbstoffe – da kann man ohne Bedenken zugreifen! Gratis-Informationen Wenn Sie Fragen zu Ihrer ganz persönlichen Ernährungssituation haben, steht Ihnen die BURGL’S Ernährungswissenschaftlerin Mag. Eva Wildauer gerne zur Verfügung. Richten Sie Fragen schriftlich an: BURGL’S Reformkost, Schiffelhuber GmbH J. G. Ulmerstraße 17b, 6850 Dornbirn oder per E-Mail: fragen@burgls.at BURGL’S Journal 09

 

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